Vortragsreihe vom 8.-23. Mai 2006

"Gegen Krieg und Diktatur in Eritrea"

Mit Aktiven der Eritreischen Antimilitaristischen Initiative

Der letzte Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien fand von 1998 bis 2000 statt und forderte Zehntausende von Opfern. Seit einigen Monaten bereiten beide Regierungen einen neuen Krieg vor, um von der katastrophalen ökonomischen und sozialen Situation im jeweiligen Land abzulenken und die Opposition zu zerschlagen. Die Lage spitzt sich zu.

Eritrea wurde nach einem jahrzehntelangen Separationskrieg gegen Äthiopien erst 1993 selbstständig. Die Unabhängigkeit von Äthiopien war für viele EritreerInnen mit der Hoffnung verbunden, dass das Land demokratisiert würde, es einen wirtschaftlichen Aufschwung, bessere Bildungschancen und Lebensbedingungen gäbe. All das traf nicht ein. Die frühere Guerillabewegung übernahm die Regierung und führte das Land in eine Militärdiktatur. Es gibt keine demokratischen Rechte, keine Wahlen oder Pressefreiheit. Oppositionelle und Menschenrechtler wurden verhaftet und an unbekannte Orte verbracht.

Davon sind in hohem Maße Wehrpflichtige betroffen. Offiziell unterliegen sowohl Männer als auch Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren der Wehrpflicht. Aber es gibt auch Rekrutierungen von Minderjährigen und Älteren. Seit 1998 gab es kaum Entlassungen aus der Armee. Zudem geht das Militär schärfstens gegen KriegsdienstverweigerInnen und DeserteurInnen vor. Einige von ihnen sind seit über zehn Jahren in Haft.

All dies hat die Aktiven der Eritreischen Antimilitaristischen Initiative zur Flucht nach Deutschland bewegt. Hier haben sie sich zusammengeschlossen, um für ein friedliches und demokratisches Eritrea einzutreten. Hier fordern sie Schutz und Asyl für sich und andere Betroffene ein.

Termine:

Nottuln, 8. Mai 2006, 20 Uhr Alte Amtmannei, Stiftstraße
Köln, 9. Mai 2006, 20 Uhr Allerweltshaus, Körnerstraße 77
Freiburg, 11. Mai 2006, 20 Uhr Universität, Kollegiengebäude 3
Halle (Saale), 15. Mai 2006, 19.30 Uhr Galerie Marktschlösschen - Interim, Domplatz 6
Marburg, 16. Mai 2006, 20 Uhr KFZ, Schulstraße 6
 
Frankfurt/M., 17. Mai 2006, 20 Uhr Dritte Welt Haus, Falkstraße 74 (Bockenheim/U-Leipziger Straße)
     
Mainz, 18. Mai 2006, 19.30 Uhr Martinsstift, Raupelsweg 1 (Nähe Sömmeringplatz/Heinrich-Heine-Straße)
     
Dinslaken, 19. Mai 2006, 18 Uhr Cafe Komm (Haus der Kirche, Duisburgerstraße 103)
     
Münster/W., 22. Mai 2006, 20 Uhr ESG, Breul 43
     
Osnabrück, 23. Mai 2006, 20 Uhr Lagerhalle, Rolandmauer 26
     

Träger der Vortragsreihe sind die Eritreische Antimilitaristische Initiative und Connection e.V.

Wir danken für die Förderung durch den Katholischen Fonds, den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), dem Aktionsgruppenprogramm des BMZ sowie den Fonds der EKHN "Dekade zur Überwindung der Gewalt".

 

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