UN sehen Waffenstillstand mit Eritrea gefährdet (15.11.2005)

Die äthiopische Armee hat weitere Vorbereitungen für einen möglichen Krieg mit Eritrea getroffen. Der britische Radiosender BBC berichtete am Montag, nahe der Grenzstadt Zalambassa seien neue Schützengräben ausgehoben worden. Der äthiopische Premierminister Meles Zenawi bestätigte, mehrere tausend Soldaten in den Norden des Landes verlegt zu haben. Äthiopien wolle sich gegen einen möglichen Angriff Eritreas wappnen, sagte Zenawi.
Die UN warnen vor einem Konflikt in der Grenzregion und riefen beide Regierungen auf, den Waffenstillstand nicht zu gefährden. Zuletzt hatte Eritrea die Bewegungsfreiheit von UN-Truppen, die den Grenzstreifen schützen sollen, massiv eingeschränkt. Im Jahr 2000 hatten Äthiopien und Eritrea einen mehr als zwei Jahre dauernden Krieg mit mindestens 70.000 Toten beigelegt.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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